Mit einer MRT-Untersuchung der Prostata lassen sich verdächtige Herde, Tumorgröße, Ausdehnungsmuster und anatomische Strukturen präzise und ohne Strahlenbelastung beurteilen. In unserer Radiologie am Augustusplatz untersuchen wir Ihre Prostata multiparametrisch (mpMRT) mit standardisierter PI-RADS-Befundung — am modernen 1,5-Tesla-MRT (Siemens MAGNETOM Viato), mit kurzfristigen Terminen. Auf Wunsch mit PSA-Test bei unserer Hausärztin im selben Haus.
Mit einer MRT-Untersuchung der Prostata lassen sich verdächtige Herde, Tumorgröße, Ausdehnungsmuster und anatomische Strukturen präzise und ohne Strahlenbelastung beurteilen. In unserer Radiologie am Augustusplatz untersuchen wir Ihre Prostata multiparametrisch (mpMRT) mit standardisierter PI-RADS-Befundung — am modernen 1,5-Tesla-MRT (Siemens MAGNETOM Viato), mit kurzfristigen Terminen. Auf Wunsch mit PSA-Test bei unserer Hausärztin im selben Haus.
Ihr Arzt wird eine MRT der Prostata veranlassen, wenn bildgebende Diagnostik zur Abklärung nötig ist. Typische Gründe sind:
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Die gesetzliche Früherkennung umfasst ab 45 Jahren die jährliche Tastuntersuchung — PSA-Test und MRT gehören bisher nicht dazu.
Die multiparametrische MRT (mpMRT) kann nach einem auffälligen PSA-Wert helfen, die Situation genauer einzuordnen: Sie zeigt, ob es in der Prostata Bereiche gibt, die weiter abgeklärt werden sollten — bewertet nach dem standardisierten PI-RADS-System (Skala 1–5). Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sieht in seinem Vorbericht vom Juni 2026 im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses ein Potenzial in dieser Kombination: Eine MRT nach auffälligem PSA-Test könnte dazu beitragen, unnötige Gewebeproben und Überdiagnosen zu verringern. Langzeitdaten stehen noch aus; das Verfahren wird derzeit geprüft und ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir informieren Sie ehrlich über den aktuellen Stand — und aktualisieren diese Seite, sobald sich die Bewertung ändert.
Der PSA-Test misst das prostataspezifische Antigen im Blut. Ein erhöhter Wert kann auf Prostatakrebs hinweisen — aber auch harmlose Ursachen haben, etwa eine gutartige Prostatavergrößerung, eine Entzündung oder körperliche Belastung vor der Blutabnahme.
Der Nutzen des PSA-Tests als Früherkennung ist wissenschaftlich umstritten: Er kann Karzinome früh entdecken, führt aber auch zu falsch-positiven Befunden und zur Entdeckung von Tumoren, die nie Beschwerden verursacht hätten (Überdiagnose). Der IGeL-Monitor bewertet den PSA-Test zur Früherkennung deshalb „tendenziell negativ“. Genau hier setzt die aktuelle Diskussion an: Geprüft wird, ob ein organisiertes Programm aus PSA-Test und nachgeschalteter MRT diese Nachteile verringern kann.
Unsere Haltung: Wir beraten Sie ergebnisoffen über Nutzen, Grenzen und Alternativen — die Entscheidung liegt bei Ihnen. Es gibt bei uns keinen Verkaufsdruck.
Bringen Sie bitte aktuelle PSA-Werte und — falls vorhanden — relevante Vorbefunde mit. Wichtig: Bitte kommen Sie mit ausreichend gefüllter Blase und möglichst entleertem Darm. Wir benötigen aktuelle Nierenwerte (GFR und Kreatinin, max. 8 Wochen alt), da immer Kontrastmittel eingesetzt wird. Bitte erscheinen Sie etwa 15 Minuten vor Ihrem Termin.
Sie liegen bequem auf dem Rücken. Eine Beckenspule wird positioniert. Anschließend werden Sie mit den Füßen voran in das MRT-Gerät gefahren — Ihr Kopf und Oberkörper bleiben außerhalb der Röhre. Die Prostata-MRT dauert bei uns in der Regel 25 bis 35 Minuten. Schmerzfrei, keine Endorektalspule nötig.
Während der Aufnahmen hören Sie rhythmische Klopfgeräusche. Sie erhalten Ohrstöpsel und Kopfhörer. Über eine Gegensprechanlage sind Sie jederzeit mit unserem Team in Kontakt.
Bei der Prostata-MRT wird immer Kontrastmittel eingesetzt — es ist für die optimale PI-RADS-Beurteilung erforderlich. Wir benötigen aktuelle Nierenwerte (GFR und Kreatinin, max. 8 Wochen alt).
Die Bilder werden im Anschluss von unseren Fachärzten für Radiologie ausgewertet. Der schriftliche Befund wird Ihrem überweisenden Arzt zeitnah übermittelt. Auf Wunsch besprechen wir die Ergebnisse auch direkt mit Ihnen.
Als Praxis für Allgemeinmedizin und Radiologie können wir Ihnen beides anbieten — Beratung, PSA-Test und MRT, ohne Wechsel zwischen verschiedenen Praxen.
1. Beratung & PSA-Test: In unserer Hausarztpraxis — einzeln als individuelle Gesundheitsleistung oder im Rahmen des erweiterten Check-ups. Bei Beschwerden oder konkretem Verdacht ist die PSA-Bestimmung Kassenleistung.
2. Einordnung des Ergebnisses: Ist der Wert auffällig, bespricht Ihre Hausärztin mit Ihnen das weitere Vorgehen — oft gehört eine Kontrollmessung dazu.
3. mpMRT im selben Haus: Die multiparametrische Prostata-MRT mit PI-RADS-Befundung erfolgt in unserer Radiologie — oft zeitnah.
4. Befundbesprechung & nächste Schritte: Sie besprechen den Befund direkt bei uns. Bei einem auffälligen MRT-Befund unterstützen wir Sie bei der urologischen Weiterbehandlung, etwa einer gezielten Gewebeprobe.
Sie kommen mit einem auswärtigen PSA-Befund oder einer Überweisung? Auch dann führen wir die Prostata-MRT gern für Sie durch.
Kostenübernahme Prostata-MRT zur Früherkennung (Stand: Juli 2026): Die multiparametrische Prostata-MRT ist derzeit keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung; der Gemeinsame Bundesausschuss prüft aktuell, ob PSA-Test und MRT Teil eines organisierten Früherkennungsprogramms werden. Gesetzlich Versicherte können die Untersuchung als Selbstzahlerleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Anspruch nehmen — die voraussichtlichen Kosten besprechen wir vor der Untersuchung mit Ihnen und halten sie in einer schriftlichen Vereinbarung fest. Einzelne Krankenkassen erstatten die Kosten in besonderen Fällen auf Antrag; bitte klären Sie dies vor dem Termin direkt mit Ihrer Krankenkasse. Für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte ist die Untersuchung bei medizinischer Indikation in der Regel erstattungsfähig.
MRT Prostata: Antworten auf die wichtigsten Fragen bei Gute Medizin Leipzig.
25 bis 35 Minuten reine Untersuchungszeit. Insgesamt etwa 45 bis 60 Minuten.
Nein. Die Untersuchung ist schmerzfrei. Es wird keine Endorektalspule verwendet.
PI-RADS ist ein standardisiertes Bewertungssystem (Skala 1–5) zur Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines klinisch relevanten Prostatakarzinoms im MRT.
Nein. Füße voran, Kopf bleibt außerhalb. Öffnung: 70 cm.
Ja, Kontrastmittel ist für die PI-RADS-Beurteilung der Prostata erforderlich.
Kostenübernahme Prostata-MRT zur Früherkennung (Stand: Juli 2026): Die multiparametrische Prostata-MRT ist derzeit keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung; der Gemeinsame Bundesausschuss prüft aktuell, ob PSA-Test und MRT Teil eines organisierten Früherkennungsprogramms werden. Gesetzlich Versicherte können die Untersuchung als Selbstzahlerleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Anspruch nehmen — die voraussichtlichen Kosten besprechen wir vor der Untersuchung mit Ihnen und halten sie in einer schriftlichen Vereinbarung fest. Einzelne Krankenkassen erstatten die Kosten in besonderen Fällen auf Antrag; bitte klären Sie dies vor dem Termin direkt mit Ihrer Krankenkasse. Für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte ist die Untersuchung bei medizinischer Indikation in der Regel erstattungsfähig.
Nein. Der Gemeinsame Bundesausschuss prüft derzeit ein organisiertes Früherkennungsprogramm mit PSA-Test und MRT; bis zu einer Entscheidung bleibt die Untersuchung zur Früherkennung eine Selbstzahlerleistung.
Nein. Beide ergänzen sich: Der PSA-Test ist der übliche erste Schritt, die MRT hilft, einen auffälligen Wert genauer einzuordnen — bevor über eine Gewebeprobe entschieden wird.
Ja, in unserer Hausarztpraxis im selben Haus — einzeln als individuelle Gesundheitsleistung oder im Rahmen des erweiterten Check-ups. Bei Beschwerden oder konkretem Verdacht übernimmt die Krankenkasse die Kosten.
Für die Früherkennungs-MRT als Selbstzahlerleistung ist keine Überweisung erforderlich. Bringen Sie bitte aktuelle PSA-Werte und vorhandene Vorbefunde mit.
Der Befund wird nach PI-RADS eingeordnet. Die nächsten Schritte — bei Bedarf eine gezielte Gewebeprobe beim Urologen — besprechen wir mit Ihnen; werden Sie bei uns hausärztlich betreut, direkt im Haus.